Wie aus altem Krapfenfett erneuerbare Energie für den Verkehr wird
- Faschingszeit ist Hochsaison für Altspeiseöl: Münzer verarbeitet gesammelte Speiseöle zu Biodiesel.
- Richtig entsorgen statt Abfluss belasten: Altspeiseöl gehört nicht in den Abfluss – nur getrennt gesammelt kann es sinnvoll weiterverwertet werden.
- Kreislaufwirtschaft beginnt im Alltag: Mit einfachen Sammellösungen macht Münzer die Entsorgung von Altspeiseöl leicht zugänglich und schließt den Kreislauf von der Küche zur Mobilität.
In der Faschingszeit wird frittiert, gebacken, gekocht. Mit Krapfen und Co. steigt in Haushalten, Gastronomie und Großküchen jedoch nicht nur die Genussfreude, sondern auch die Menge an gebrauchtem Speiseöl. Genau hier setzt Münzer an: Das österreichische Unternehmen ist Vorreiter in puncto Kreislaufwirtschaft und verarbeitet gesammeltes Altspeiseöl zu Biodiesel – einem erneuerbaren Kraftstoff, der fossile Anteile im Verkehr ersetzt.
Damit dieser Kreislauf funktioniert, braucht es einen einfachen, aber entscheidenden Schritt: Altspeiseöl darf nicht im Abfluss landen. Wird Speiseöl über Waschbecken oder Toiletten entsorgt, kommt es zu Ablagerungen und Verstopfungen in Leitungen und kann Schäden an der Infrastruktur verursachen. Die Faschingszeit ist deshalb für Münzer ein idealer Anlass, Bewusstsein zu schaffen – und gleichzeitig zu zeigen, dass aus einem Küchenreststoff ein sinnvoller Energieträger werden kann.
Vom Frittieröl zur erneuerbaren Energie
Altspeiseöl fällt täglich an. In der Faschingszeit besonders häufig, weil mehr frittiert und mit Fett gearbeitet wird. Was viele noch als „Abfall“ betrachten, ist in der richtigen Sammlung ein wertvoller Rohstoff: Münzer bereitet das gesammelte Speiseöl in seinen betriebseigenen Anlagen auf und verarbeitet es in weiterer Folge zu Biodiesel. So wird aus einem Reststoff ein bedeutender Beitrag zu erneuerbarer Mobilität – und aus falscher Entsorgung ein vermeidbares Problem.
„Gerade in der Faschingszeit sieht man, wie schnell eine große Menge an Speiseöl anfällt. Wer es richtig sammelt, verhindert Probleme in der Kanalisation und schafft gleichzeitig die Grundlage für erneuerbaren Kraftstoff“, betont Geschäftsführer Ewald-Marco Münzer. Die Botschaft des steirischen Familienunternehmens ist daher bewusst alltagstauglich formuliert: Kreislaufwirtschaft beginnt nicht bei komplexen Technologien, sondern bei alltäglichen Entscheidungen – etwa in der Küche.
So entsorgen Sie richtig
Die praktische Umsetzung ist unkompliziert: Altspeiseöl wird nach dem Abkühlen in einem gut verschließbaren Behälter (zum Beispiel einer Kunststoffflasche) gesammelt und anschließend bei einer Sammelstelle abgegeben. „Wir haben quer über ganz Österreich unsere gelben Sammelboxen an öffentlich zugänglichen Stellen platziert – damit ist die Entsorgung für jedermann kinderleicht.“
Der Fasching zeigt jedes Jahr, wie schnell aus Genuss ein Reststoff wird – und wie groß der Unterschied ist, ob dieser Reststoff im Abfluss landet oder in einer Sammelstelle. Münzer nutzt die Faschingszeit daher als Reminder: Altspeiseöl ist kein Problemstoff, wenn es richtig gesammelt wird – sondern ein Rohstoff, der in Kreisläufen sinnvoll weitergenutzt werden kann.